Kurz gesagt
- GEO heißt Generative Engine Optimization: Inhalte, Daten und Ruf so aufstellen, dass KI‑Systeme Ihr Unternehmen kennen, richtig beschreiben und empfehlen.
- GEO ersetzt SEO nicht. KI‑Systeme mit Websuche greifen auf denselben Index zu, den gute Suchmaschinenoptimierung bedient.
- Neu sind das Ziel (genannt werden statt geklickt) und die Messung (Anteil der Antworten statt Position).
- Die wichtigsten Schritte sind unspektakulär: Crawler zulassen, Fragen klar beantworten, Firmendaten überall gleich halten, in seriösen Quellen vorkommen.
Was GEO bedeutet
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint sind alle Maßnahmen, die dafür sorgen, dass generative KI‑Systeme wie ChatGPT, Gemini, Perplexity, Claude, Microsoft Copilot oder Google mit KI‑Modus und KI‑Übersicht ein Unternehmen nennen, wenn es zur Frage passt. Der Begriff stammt aus einer Forschungsarbeit der Princeton University und weiterer Institute aus dem Jahr 2023, die auf der Konferenz KDD 2024 vorgestellt wurde.
Dieselbe Sache läuft unter mehreren Namen: AEO (Answer Engine Optimization), LLMO (Large Language Model Optimization), KI‑SEO oder AI SEO. Die Unterschiede sind vor allem sprachlich. In allen Fällen geht es darum, in den Antworten einer KI vorzukommen und dort korrekt dargestellt zu werden.
Wie KI‑Antworten entstehen
Um zu verstehen, was GEO leisten kann, hilft ein Blick darauf, woher eine KI ihr Wissen nimmt. Es gibt zwei Wege, die sich in der Praxis mischen:
- Trainingswissen: Das Sprachmodell hat beim Training große Textmengen gelesen. Was dort häufig und einheitlich über Ihr Unternehmen stand, kennt es. Dieses Wissen ist oft Monate alt.
- Websuche zur Laufzeit: Bei vielen Fragen sucht das System live im Netz, liest einige Seiten und fasst sie zusammen. ChatGPT nutzt dafür den Crawler OAI-SearchBot, Perplexity den PerplexityBot, Claude den Claude-SearchBot, Google seine normale Suche.
Für Unternehmen ist der zweite Weg der wichtigere, weil er sich beeinflussen lässt. Wer für die Crawler gesperrt ist, schlecht lesbare Seiten hat oder in keiner zitierten Quelle vorkommt, wird auch nicht genannt.
GEO und SEO im Vergleich
| SEO | GEO | |
|---|---|---|
| Ziel | Position in der Ergebnisliste | Nennung und richtige Beschreibung in der KI‑Antwort |
| Ergebnis | Klick auf Ihre Website | Ihr Name in einer kurzen Liste, oft ohne Klick |
| Messung | Rankings, Klicks, Impressionen | Anteil der Antworten, in denen Sie vorkommen |
| Wichtigste Signale | Inhalte, Technik, Links | Inhalte, Technik, Erwähnungen in Quellen, einheitliche Firmendaten |
| Fragen der Nutzer | kurze Suchbegriffe | ganze Sätze mit Kontext wie Ort, Budget oder Anlass |
Was gleich bleibt
Google schreibt in seinen Hinweisen zu KI‑Funktionen ausdrücklich, dass es keine zusätzlichen Anforderungen und keine besonderen Optimierungen braucht, um in AI Overviews oder im KI‑Modus zu erscheinen. Eine Seite muss indexiert sein und in der Suche mit einem Ausschnitt angezeigt werden können. Die bekannten Grundlagen gelten weiter: crawlbare Seiten, interne Links, Text statt reiner Bilder und strukturierte Daten, die zum sichtbaren Inhalt passen.
Das heißt für Sie: Gute Suchmaschinenoptimierung ist die Basis von GEO. Wer bei Google kaum auffindbar ist, wird auch von KI‑Systemen mit Websuche selten genannt.
Was sich ändert
Trotzdem verschiebt sich einiges, und genau dort setzt GEO an:
- Antworten statt Listen: Eine KI nennt oft nur drei bis fünf Anbieter. Platz elf gibt es nicht.
- Ruf zählt mehr als die eigene Seite: Die KI liest, was andere über Sie schreiben: Bewertungsportale, Verzeichnisse, Fachartikel, Foren. Ihre Website ist eine Quelle unter vielen.
- Einheitliche Daten: Widersprüchliche Adressen, Öffnungszeiten oder Leistungen in verschiedenen Verzeichnissen führen zu falschen oder vorsichtigen Antworten.
- Fragen statt Suchbegriffe: Kunden schreiben „Welche Steuerberatung in Graz kennt sich mit Gastronomie aus?“. Seiten, die solche Fragen direkt beantworten, werden eher zitiert.
- Belege wirken: In der genannten Studie schnitten Inhalte mit Quellenangaben, Zitaten und konkreten Zahlen am besten ab. Das bloße Einstreuen von Suchbegriffen half kaum.
Was Sie selbst tun können
Vieles davon schaffen Sie ohne Agentur. Diese Punkte bringen erfahrungsgemäß am meisten:
- In der robots.txt prüfen, ob OAI-SearchBot, PerplexityBot, Claude-SearchBot und Googlebot zugelassen sind.
- Für jede Leistung eine eigene Seite anlegen, die in den ersten Sätzen sagt, was Sie anbieten, für wen und wo.
- Die fünf häufigsten Kundenfragen auf der Website beantworten, in ganzen Sätzen.
- Name, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten und Leistungen in Google-Unternehmensprofil, Bing Places und den wichtigsten Branchenverzeichnissen angleichen.
- Strukturdaten für Organisation oder lokales Unternehmen einbauen (Schema.org).
- Zufriedene Kunden aktiv um Bewertungen bitten und auf Bewertungen antworten.
- Eigene Zahlen, Beispiele und Belege veröffentlichen, statt allgemeiner Werbetexte.
- Einmal im Monat dieselben Kundenfragen in ChatGPT, Gemini und Perplexity stellen und notieren, wer genannt wird.
Wo eine Agentur hilft
Schwierig wird es bei drei Dingen: verlässlich messen, technisch sauber umsetzen und herausfinden, welche Quellen in Ihrer Branche tatsächlich zitiert werden. Eine einzelne Frage an ChatGPT sagt wenig, weil die Antworten schwanken. Belastbar wird es erst, wenn viele Fragen mehrfach an mehrere Systeme gehen.
Genau das machen wir als GEO-Agentur: Der Check ist kostenlos, die Standort-Analyse kostet 229 € zzgl. USt. Die Umsetzung von Crawler-Zugang, Strukturdaten, Profilen und Inhalten beginnt ab 390 € zzgl. USt., Umfang und Festpreis legen wir vorher schriftlich fest.
Grenzen, die Sie kennen sollten
Niemand kann garantieren, dass eine KI Ihr Unternehmen nennt. Die Systeme formulieren jede Antwort neu, berücksichtigen Ort und Zeitpunkt und ändern sich laufend. Seriös ist deshalb nur eine Aussage wie „in 6 von 10 Antworten genannt“, kein „Platz 1 in ChatGPT“. Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die feste Platzierungen versprechen.
Quellen
- Aggarwal et al.: GEO: Generative Engine Optimization, arXiv 2311.09735, KDD 2024
- Google Search Central: AI features and your website, Stand Dezember 2025
- OpenAI: Overview of OpenAI Crawlers
- Perplexity: Perplexity Crawlers
- Anthropic: Does Anthropic crawl data from the web, and how can site owners block the crawler?