Kurz gesagt
- Google ordnet lokale Ergebnisse nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Vollständige Angaben und Bewertungen verbessern zwei dieser drei Faktoren.
- Bewertungen dürfen Sie aktiv erbitten, aber nicht belohnen oder kaufen. Antworten Sie auf jede Bewertung.
- Dieselben Firmendaten gehören auch in Bing Places, Apple Business Connect und die wichtigsten Branchenverzeichnisse.
- Widersprüche zwischen diesen Quellen sind einer der häufigsten Gründe, warum KI‑Systeme ein Unternehmen falsch oder gar nicht nennen.
Warum das Profil für KI‑Antworten zählt
Fragen wie „Welcher Zahnarzt in Graz hat samstags offen?“ oder „Gute Tischlerei in der Nähe von Salzburg?“ haben einen lokalen Kern. Google beantwortet sie mit Karte, Unternehmensprofilen und immer öfter mit einer KI‑Übersicht. Andere KI‑Systeme stützen sich auf Kartendienste, Verzeichnisse und Bewertungsportale. Ihr Google-Unternehmensprofil ist dabei die meistgelesene Quelle für Ihre Grunddaten.
Ein vollständiges, aktuelles Profil sorgt dafür, dass Name, Adresse, Öffnungszeiten, Leistungen und Bewertungen überall dort richtig ankommen, wo eine Antwort entsteht. Ein veraltetes Profil führt dagegen dazu, dass falsche Angaben weitergetragen werden.
Wie Google lokal sortiert
Google nennt in seiner Hilfe drei Faktoren für das lokale Ranking:
- Relevanz: Wie gut passt das Profil zur Suche? Vollständige, genaue Angaben zu Kategorie und Leistungen helfen.
- Entfernung: Wie weit ist der Standort vom Suchenden oder vom genannten Ort entfernt? Das können Sie nicht beeinflussen.
- Bekanntheit: Wie bekannt ist das Unternehmen? Dazu zählen Links von anderen Websites sowie Anzahl und Bewertung der Rezensionen.
Die Checkliste: zehn Punkte
- Das Profil ist bestätigt, und Sie haben selbst Zugriff, nicht nur eine frühere Agentur.
- Der Firmenname entspricht dem echten Namen, ohne angehängte Suchbegriffe oder Werbesprüche.
- Die Hauptkategorie passt genau, weitere Kategorien decken zusätzliche Leistungen ab.
- Adresse oder Einzugsgebiet, Telefon und Website stimmen mit der Website überein.
- Öffnungszeiten sind gepflegt, inklusive Feiertagen und Betriebsurlaub.
- Leistungen und Produkte sind einzeln eingetragen, mit kurzen, klaren Beschreibungen.
- Die Beschreibung sagt in wenigen Sätzen, was Sie für wen und wo anbieten.
- Aktuelle Fotos zeigen Team, Räume, Fahrzeuge oder Arbeitsergebnisse.
- Neue Bewertungen kommen regelmäßig, und jede bekommt eine Antwort.
- Fragen und Beiträge im Profil werden beantwortet und aktuell gehalten.
So bekommen Sie mehr Bewertungen
- Den richtigen Moment nutzen: Bitten Sie direkt nach einem erfolgreichen Abschluss um eine Bewertung, wenn die Zufriedenheit am größten ist.
- Den Weg kurz machen: Google bietet einen Link und einen QR‑Code, die direkt zum Bewertungsformular führen. Nutzen Sie ihn in E‑Mail, Rechnung und vor Ort.
- Alle fragen, nicht nur die Zufriedenen: Bewertungen nur von ausgewählten Kunden einzusammeln, verzerrt das Bild und widerspricht den Regeln vieler Plattformen.
- Nichts dafür geben: Rabatte, Geschenke oder Gewinnspiele für Bewertungen untersagt Google ausdrücklich, auch für das Ändern oder Löschen negativer Bewertungen.
- Auf jede Bewertung antworten: Kurz, persönlich und sachlich. Bei Kritik zeigen Sie, wie Sie mit Problemen umgehen. Das lesen spätere Kunden mit.
Die anderen Profile nicht vergessen
Google ist nicht die einzige Quelle. Pflegen Sie dieselben Angaben auch in:
- Bing Places: Grundlage für Bing, Microsoft Copilot und weitere Dienste, die auf den Bing-Index zugreifen.
- Apple Business Connect: für Apple Karten und Siri.
- Branchenverzeichnisse und Kammern: zum Beispiel Firmenverzeichnisse der Kammern, Ärzte- und Anwaltsverzeichnisse oder Handwerksportale.
- Bewertungsportale Ihrer Branche: dort, wo Ihre Kunden tatsächlich vergleichen.
Wichtig ist nicht die Menge der Einträge, sondern dass sie übereinstimmen. Ein falscher Eintrag in einem viel gelesenen Verzeichnis kann mehr schaden als zehn fehlende. Prüfen Sie deshalb einmal im Jahr Ihre zehn wichtigsten Einträge und halten Sie fest, wo Sie Zugangsdaten haben und wer sie verwaltet.
Typische Fehler
- Suchbegriffe im Firmennamen: „Muster GmbH Elektriker Linz günstig“ verstößt gegen die Google-Richtlinien und kann zur Sperre führen.
- Doppelte Profile: Nach Umzug oder Namenswechsel existiert das alte Profil weiter und verwirrt Kunden und Maschinen.
- Falsche Kategorie: Eine zu allgemeine Hauptkategorie kostet Relevanz bei konkreten Suchen.
- Unbeantwortete Kritik: Eine negative Bewertung ohne Antwort wirkt schlimmer als die Bewertung selbst.
Wann sich Hilfe lohnt
Die Checkliste können Sie selbst abarbeiten. Hilfe lohnt sich bei mehreren Standorten, nach Umzügen mit vielen veralteten Einträgen oder wenn Sie wissen wollen, welche Verzeichnisse KI‑Systeme in Ihrer Branche tatsächlich zitieren. In der Standort-Analyse für 229 € zzgl. USt. sehen Sie genau das. Profile und Verzeichnisse bringen wir als Teil der GEO-Umsetzung ab 390 € zzgl. USt. in Ordnung. Mehr zur Generative Engine Optimization.
Quellen
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Tipps zur Verbesserung des lokalen Rankings
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Richtlinien für die Darstellung Ihres Unternehmens
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Bewertungen erhalten und verwalten
- Richtlinie (EU) 2019/2161 zur Modernisierung des Verbraucherschutzes: EUR-Lex