Kurz gesagt
- Beschreiben Sie vor der Suche, welchen Ablauf oder welche Frage die Agentur bearbeiten soll.
- Verlangen Sie einen schriftlichen Umfang und einen Festpreis, bevor Sie einen Auftrag erteilen.
- Klären Sie Datenverarbeitung, menschliche Freigaben und die Anbindung an vorhandene Programme.
- Prüfen Sie Referenzen und Aussagen selbst. Eine Platzierung in KI‑Antworten lässt sich nicht garantieren.
Woran Sie eine gute KI‑Agentur erkennen
Ob Sie Automatisierung, KI‑Agenten, Beratung oder KI‑Sichtbarkeit suchen: Entscheidend ist, ob Sie das Angebot vor einer Beauftragung verstehen und prüfen können. Diese Kriterien helfen beim Vergleich.
- Klarer Umfang und Ablauf: Im Angebot steht, was bearbeitet wird, welche Ergebnisse vorgesehen sind und wie die Zusammenarbeit abläuft.
- Festpreis schriftlich vorab: Sie kennen den Preis für den vereinbarten Umfang, bevor Sie den Auftrag erteilen.
- Anbindung statt Ersatz: Die Lösung berücksichtigt Ihre vorhandenen Programme und verlangt keinen unbegründeten Wechsel.
- Datenschutz: Datenverarbeitung, Serverstandorte in der EU und ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung werden vorab geklärt.
- Menschliche Freigabe und Protokoll: Sie wissen, welche Schritte Menschen bestätigen und welche Vorgänge nachvollziehbar festgehalten werden.
- Quellen und Nachvollziehbarkeit: Aussagen und Ergebnisse lassen sich auf ihre Grundlage zurückführen und bei Bedarf überprüfen.
- Prüfbare Referenzen: Genannte Projekte oder Kontakte können Sie mit Zustimmung der Beteiligten verifizieren.
- Erreichbarer Ansprechpartner: Eine Person mit Namen ist für Fragen und Entscheidungen zuständig.
Ein Angebot muss nicht jede technische Einzelheit vorwegnehmen. Es sollte aber deutlich machen, welche Annahmen noch offen sind und wie diese vor der Umsetzung geklärt werden. So vergleichen Sie nicht nur Preise, sondern auch den tatsächlichen Leistungsumfang.
Fragen für das Erstgespräch
Nehmen Sie einen konkreten Ablauf aus Ihrem Unternehmen mit. Beschreiben Sie, welche Programme beteiligt sind, wo Informationen herkommen und wer heute Entscheidungen trifft. Fragen Sie dann nach dem vorgeschlagenen Vorgehen, nicht nur nach dem verwendeten KI‑Werkzeug.
- Welches konkrete Problem würden Sie zuerst bearbeiten und warum?
- Was ist im Angebot enthalten und was ausdrücklich nicht?
- Welches Ergebnis können wir am Ende prüfen?
- Welche unserer vorhandenen Programme und Datenquellen müssten angebunden werden?
- Welche Daten werden wo verarbeitet und wer erhält Zugriff darauf?
- Für welche Schritte ist eine menschliche Freigabe vorgesehen?
- Wie werden Aktionen, Fehler und Änderungen protokolliert?
- Wie belegen Sie Aussagen und wie können wir genannte Referenzen prüfen?
- Wann erhalten wir einen schriftlichen Umfang und einen Festpreis?
- Wer ist unser namentlicher Ansprechpartner und wie endet die Zusammenarbeit bei Bedarf?
Halten Sie die Antworten schriftlich fest. Wenn mehrere Abteilungen betroffen sind, lassen Sie die Personen mitentscheiden, die den Ablauf später nutzen oder verantworten. Eine fachlich passende Lösung muss auch in den bestehenden Arbeitsalltag passen.
Warnzeichen
Ein einzelner offener Punkt ist noch kein Grund gegen eine Zusammenarbeit. Kritisch wird es, wenn wesentliche Fragen auch auf Nachfrage unbeantwortet bleiben. Achten Sie besonders auf diese Aussagen und Angebotsbedingungen:
- Ein Platz oder ein bestimmtes Ergebnis in KI‑Antworten wird garantiert.
- Es heißt, die KI erledige alles allein, ohne dass Kontrolle oder Freigaben erklärt werden.
- Vor dem Vertragsabschluss bleiben Preis und Leistungsumfang offen.
- Eine lange Bindung wird verlangt, ohne einen nachvollziehbaren Ausstieg zu beschreiben.
- Es bleibt unklar, wo Ihre Daten verarbeitet werden.
- Sie werden mit Formulierungen wie „nur diese Woche“ zur Entscheidung gedrängt.
- Referenzen oder Logos werden gezeigt, ohne dass ihre Verwendung oder Aussage belegbar ist.
Bitten Sie bei Unklarheiten um eine schriftliche Antwort. Gerade bei Datenzugriff, laufenden Kosten und Kündigung sollten Sie sich nicht auf eine mündliche Zusage verlassen.
Was kostet eine KI‑Agentur?
Bei Automatisierungsprojekten hängt der Preis vom Umfang ab. Maßgeblich sind unter anderem der betroffene Ablauf, die benötigten Anbindungen und die vorgesehenen Prüfungen. Wir nennen dafür keine Spannen, die wir nicht belegen können. Ein Festpreis nach schriftlich festgelegtem Umfang ist üblich. Vergleichen Sie Angebote erst, wenn klar ist, welche Leistungen jeweils enthalten sind.
Für einmalige GEO-Audits haben wir im Oktober 2026 Angebote von 23 Anbietern in Europa betrachtet. Nur auf diese Art von Angebot beziehen sich die folgenden beobachteten Preise. Ein Audit ist nicht dasselbe wie eine laufende Betreuung oder die Umsetzung von Änderungen.
| Angebot | Preis einmalig, netto |
|---|---|
| --- | --- |
| Automatisierte Checks | 0 bis 50 Euro |
| Begleitete Einstiege | etwa 300 bis 600 Euro |
| Standard-Audits | 1.000 bis 2.000 Euro |
| Mittelklasse | 3.500 bis 5.000 Euro |
| Großagenturen | ab 5.000 Euro, teils ab 9.800 Euro |
Laufende Betreuung kostet bei Agenturen laut unserer Beobachtung etwa 700 bis 3.000 Euro im Monat, Werkzeuge 29 bis 500 Euro im Monat. Stand Oktober 2026, eigene Beobachtung, keine Gewähr. Prüfen Sie aktuelle Preise und Leistungen direkt beim jeweiligen Anbieter oder Hersteller. Fragen Sie bei jedem Angebot, ob Analyse, Handlungsempfehlungen und Umsetzung getrennt berechnet werden.
So prüfen Sie Aussagen und Referenzen
Sie müssen eine technische Lösung nicht selbst entwickeln können, um ein Angebot zu prüfen. Verlangen Sie Belege, die zu Ihrer geplanten Aufgabe passen, und halten Sie offene Punkte fest.
- Ansprechpartner kontaktieren: Bitten Sie um einen Referenzkontakt, sofern die betreffende Person einer Kontaktaufnahme zugestimmt hat, und fragen Sie nach Aufgabe, Zusammenarbeit und Ergebnis.
- Beispielergebnis ansehen: Lassen Sie sich einen Bericht oder einen beispielhaften Ablauf zeigen und prüfen Sie, ob Quellen, Annahmen und nächste Schritte erkennbar sind.
- Unternehmen prüfen: Sehen Sie im Impressum nach Sitz und Firmenbuchangaben und klären Sie, mit wem Sie den Vertrag schließen.
- Aussagen gegenprüfen: Fragen Sie ChatGPT oder Google nach der Agentur und gleichen Sie gefundene Angaben mit prüfbaren Quellen ab; eine KI‑Antwort allein ist kein Beleg.
Wenn eine Agentur keine Kundennamen öffentlich nennt, ist das für sich genommen kein Beweis gegen ihre Eignung. Fragen Sie stattdessen, welche Arbeitsergebnisse sie ohne Offenlegung vertraulicher Daten zeigen kann.
Wie wir bei L&L Synergy diese Punkte umsetzen
Wir sind selbst eine KI‑Agentur mit Sitz in Wien. Unser Ansprechpartner ist Gründer Robert Lucea. Den vereinbarten Umfang und den Festpreis halten wir vorab schriftlich fest. Bei Automatisierung und KI‑Agenten setzen wir auf die Anbindung vorhandener Programme statt auf deren pauschalen Ersatz. Für relevante Schritte sehen wir eine Freigabe durch Menschen vor.
Wir arbeiten mit Datenverarbeitung in der EU und einem Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Informationen zu unserem Umgang mit Daten finden Sie unter KI‑Datenschutz. Was wir öffentlich über uns sagen, können Sie auf der Seite Über uns prüfen. Wir nennen hier keine Kundennamen und behaupten keine Referenzen. Angaben zu unserem Angebot für die Prüfung Ihrer KI‑Sichtbarkeit stehen auf der verlinkten Seite. Auch bei uns sollten Sie vor einer Beauftragung nach Umfang, Datenflüssen und Zuständigkeiten fragen.